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DEFAULT : Die Leichtigkeit des Seins
10.08.2010 10:54 ( 1713 x gelesen )

Die Leichtigkeit des Seins

Von Matthias G.-Hagenhoff, HORIZONT Nummer 31 · 1. August 2010


Als ich mir im Momme-Nissen-
Haus auf Pellworm das liebevoll
restaurierte „Evangelistenfenster“
betrachtete, kam mir eine
Legende des Dichters Martin
Gutl in den Sinn: „Eines Tages
hatten die Heiligen in der Kirche
das Stehen satt. Petrus stieg vom
Kreuz herab, Barbara sprang
um den Turm herum, Katharina
schob das Rad vor sich her,
Sebastian spielte mit den Pfeilen
Mikado. Märtyrer führten einen
Schwerttanz vor, und die Engel,
die sonst krampfhaft die Trompete
hielten, klatschten Beifall.

 

Momme-Nissen-Haus Presseartikel

 

 

 

 

 




Es löste sich der Kalk von der Mauer, die Fenster sprangen auf, und die große Rosette begann zu kreisen. Nur die Dämonen spielten nicht mit und hielten todernst ihre Stellung.“ Wer das könnte: sich einmal lösen aus der festgelegten Rolle, einmal aus seiner Haut fahren, federleicht und unbeschwert sein, mal etwas anders machen, „ver-rückt“ sein. Aber nein, unsere inneren Dämonen spielen nicht mit und halten todernst ihre Stellung: der Dämon, keine Zeit zu haben, der Dämon der Überanstrengung, geboren aus dem Wunsch, es allen recht zu machen, der Dämon der Angst und Schuldgefühle, der Dämon des Neides und der inneren Leere.

Download kompletter Artikel HORIZONT, 01.08.2010

Download kompletter Artikel  Husumer Nachrichten, 24.07.2010


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