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DEFAULT : Besucht von Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp
05.11.2008 19:27 ( 2411 x gelesen )

Husumer Nachrichten (vom 21.4.1997)

Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp besuchte katholische Kirchengemeinden an der Westküste

(von Karin Lipski)



Packt einen Kirchenmann, der im heimischen Umfeld Kirchenmitglieder in größerer Zahl gewohnt ist, angesichts der extrem kleinen Gemeinden im Norden der Frust? Nicht den Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp. Anders als in den großen Städten sei hier etwas Besonderes gewährleistet, das man woanders vergeblich suche, sagte er bei seinem Kurzbesuch auf Pellworm.
Der Erzbischof zeigte sich angetan vom familiären Kontakt zu den Gemeindemitgliedern: „So etwas ist in eine wahre Freude, ist einfach herzerfrischend. Man kann sich hier nicht hinter einem großen Haufen verstecken.“ Allein die Firmung von nur zwei Mädchen in Wyk auf Föhr sei eine Begebenheit gewesen, die ein „ganzes Stück mehr an Profil bringt, als wenn es sich um 40 Kinder handelt.“
Der Erzbischof fühlt sich denn auch keineswegs als Einzelkämpfer an vorderster Front in der Diaspora. Da gerät auch das stattliche Arbeitsprogramm der „Visitation“ nicht zur Belastung. „Denn wo ich hinkomme, besuche ich ja meine Pfarrer, bewege mich also auf vertrautem Boden. Zwar bin ich abends müde wie ein junger Hund, aber zugleich glücklich und zufrieden.“
Averkamp stammt selbst von einem Bauerhof. Er kennt sich daher bestens mit den heutigen Problemen der Landwirtschaft aus. Die hohe Arbeitslosenrate in Schleswig-Holstein empfindet er als bedrückend. Ihn interessiere besonders, wie die Menschen mit der wirtschaftlichen Lage zurechtkommen, sagte er.
Das Pellwormer Treffen verlief in heiterer und freundschaftlicher Atmosphäre. Die fünf Kinder, die am katholischen Religionsunterricht teilnehmen, hatten mit dem Pellwormer Theologen Matthias Hagenhoff das Lied „With Christ in the boat, we can smile at the storm...“ einstudiert, um einen unmittelbaren Bezug zu dem Altarbild gleichen Inhalts herzustellen.
Ein ganz besonderes Erlebnis war der erzbischöfliche Besuch für die blinde „Babuschka Rosa“ mit ihren 80 Jahren, die mit ihrer Familie aus Kirgisien im vergangenen Herbst nach Pellworm kam. Auch sie konnte mit Ludwig Averkamp einige Worte wechseln. An dem Treffen mit dem Erzbischof nahmen der Nordstrander Pfarrer Monsignore Peter Schmidt, der evangelische Pastor Manfred Adam, Bürgermeister Feddersen und die stellvertretende Bürgermeisterin Elfriede Palmhoff teil.
Bevor Averkamp gestern Abend per Bahn wieder gen Würzburg entschwand, besuchte er St. Peter-Ording- unter anderem auf dem Programm: eine Firmmesse.


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