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DEFAULT : Wort des Monats Dezember
30.11.2011 23:01 ( 762 x gelesen )

Wort des Monats Dezember

Advent - Zeit der Hoffnung
Hilf uns, dass wir in ein Morgen gehen,
ohne rückwärts zu schauen
und die Anstrengung zu scheuen.
Gib uns Atem, um neu zu hoffen,
als ob das Leben erst heute begänne.
Gib uns Hoffen auch bei Sturm und Flut,
weil du da bist und wir auf dich hoffen.
Léon-Joseph Kardinal Suenens



Mit einem adventlichen Text von Kardinal Suenens möchten wir Sie einstimmen in die Zeit
des Advent - die eine Zeit der Hoffnung und der Zuversicht sein will.
Denn wir ahnen, dass Er, Gott, uns entgegenkommt. Aus dem Unbegreiflichen kommt er
hinab in die engen Dimensionen menschlichen Lebens. Er kommt immer wieder neu.
Wir wünschen Ihnen eine gesegnete und vorfreudige Adventzeit hin auf das Kommen Gottes!
Der Förderverein „Freunde des Momme-Nissen-Hauses!
Der Advent ist die Zeit des Trostes
In einem Adventschoral des Jesuitenpaters Friedrich Spee aus dem Jahre 1622 heißt es: „Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt, darauf sie all‘ ihr‘ Hoffnung stellt?“
Die wichtigsten Dinge unseres Lebens erschließen sich in tiefen Bildern. Eines dieser Bilder ist das Bild der Nacht. Immer hat der Advent, der uns ein neues Kirchenjahr einläutet, dieses Dunkel erkannt als Realität unseres Lebens, die man nicht überspielen kann. Wir kennen die „Nacht“, sowohl die Nacht um uns herum, als auch die in uns. Es ist die Angst, einen lieben Menschen zu verlieren, allein gelassen zu werden, den Arbeitsplatz zu verlieren. Angst bereitet schlaflose Nächte.
„Nacht“ bedeutet beides: Sie ist undurchschaubar, gefährlich und sie ist schützendes Dunkel, Raum des Vertrauens, erholsamer Schlaf. Die Botschaft des Advents lautet: Die Nacht gehört zu unserem Leben dazu, aber es wird nicht Nacht bleiben. Auch im Dunkel ist Gott anwesend.
Die Adventsbotschaft verschweigt nicht das Dunkel, aber sie verheißt das Licht. Das bedeutet nicht Vertröstung, wohl aber Trost. Das deutsche Wort Trost kommt vom selben Wortstamm wie das Wort Treue. Es hat also mit innerer Festigkeit zu tun. Trost ist immer dann gefragt, wenn wir einen Verlust erlitten haben.
Der Prophet Elia vernimmt auf dem heiligen Berg Horeb die Stimme Gottes im sanften
Säuseln des Windes. Diese Stimme sagt ihm: „Ich will eine Güte, die verwandelt und heilt.
Geh und tröste mein Volk.“ Dies ist uns geblieben als Verheißung und Auftrag: Wir sollen
getröstet werden und andere trösten.
Trost hat mit Nähe zu tun. Wer tröstet? Eine Mutter tröstet, die ihr Kind in den Arm nimmt.
Ein Besucher, der nur die Hand des Kranken hält. Jemand, der aufmerksam und geduldig
zuhört. Jemand, der sensibel spürt, was der andere jetzt braucht. Wir sehnen uns nach der
Hand, die uns tröstlich übers Haar fährt, und nach einer Stimme, die sagt: „Es wird doch alles wieder gut!“
Eine „adventlich“ lebende Kirche kann heute ein Ort des Lebens und Trostes sein, wo es
Güte und Geduld, Offenheit und Zuversicht gibt, eine „Oase“ in einer Gesellschaft, in der es
soviel Härte und Hoffnungslosigkeit gibt.
Gott wird in den Adventsliedern mit dem wunderschönen Namen „Trost“ bezeichnet. In
menschlichen Bildern wird im Buch des alttestamentlichen Propheten Jesaja vom Kommen des Reiches Gottes gesprochen: „Tröstet, ja, tröstet mein Volk!“ Gott, der "Trost der ganzen Welt", lässt sich finden in der Tiefe meines Lebens, in der Tiefe meiner Seele; denn ER wohnt in mir, ER ist meine göttliche Mitte. Gott lässt sich finden in anderen Menschen und Geschöpfen; denn ER ist die Mitte aller Menschen und anderen Geschöpfe. Der adventliche Trost vertröstet nicht. Er verändert uns. Er leuchtet unser Leben aus, so wie schon eine Kerze einen ganzen dunklen Raum hell machen kann. Er gibt den Wartenden Kraft und der Zuversicht ein Ziel.
Entdecken Sie die Spuren dieses Trostes im Advent!
Matthias G. Hagenhoff, Pellworm


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