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DEFAULT : Sanfter Tourismus mit Kultur und Kirche
05.11.2008 20:00 ( 2305 x gelesen )

HUSUMER NACHRICHTEN (vom 9.4.2005)

Sanfter Tourismus mit Kultur und Kirche

Einen Beitrag zum sanften Tourismus leistet der Förderverein



"Freunde für das Momme-Nissen-Haus“. Er bietet ein anspruchsvolles Kulturprogramm an und bemüht sich darum, während der Sommerzeit einen Priester auf die Insel zu holen. Denn viele Urlauber, die auf dem grünen Eiland die schönste Zeit ihres Jahres verbringen, suchen Ruhe und innere Einkehr.
Die 70 Katholiken auf Pellworm leben im doppelten Sinne in der Diaspora. In einer überwiegend evangelischen Region hat es die kleine Christengemeinde durch ihre Insellage besonders schwer. Ohne Priester vor Ort muss alles lange geplant und organisiert werden. Was für große Kirchengemeinden als Selbstverständlichkeit gilt, zum Beispiel jeden Sonntag eine Messe mit Eucharistiefeier, stellt für die Pellwormer eher den Ausnahmefall dar. Sakramente wie Kommunion, Firmung, Hochzeit und die letzte Ölung sind für die Pellwormer Katholiken - sie werden seit dem 1. April von der Zentralpfarrei St. Knud Husum verwaltet - mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden.
Und doch: Die kleine Schar erweist sich als stark im Glauben und in der Tat. Sie hat es nicht nur geschafft, durch persönlichen Einsatz und Spenden die Schließung ihres Gemeindehauses im vergangenen Jahr zu verhindern. Jetzt kümmert sich ein Förderverein auch noch um liturgische Angelegenheiten.
Laienprediger verkünden das Wort Gottes. Aber die Gläubigen - insbesondere auch Touristen aus katholischen Bundesländern wie Bayern - legen Wert auf eine Eucharistiefeier, und die darf nur ein Priester zelebrieren.
Die Pellwormer wussten sich zu helfen. Sie gewannen Pater Johannes für einen fünfmonatigen „Urlaub“. Für den pensionierten Oberstudienrat aus dem Donaukloster in der bayrischen Abtei Windberg war diese Zeit auch deshalb hochinteressant, weil er - als gebürtiger Westfriese - nun einmal intensiv die Nordfriesen kennen lernen konnte. Und die Pellwormer genossen es, seelisch- geistigen Beistand „greifbar“ zu haben. Sie wollten den Pater gar nicht wieder ziehen lassen. Nun hoffen sie auf eine zweite Phase mit dem Pater Johannes.
„Wir sind von der versorgten zur selbstversorgenden Kirchengemeinde geworden“, bringt Matthias Hagenhoff vom Förderverein die Problematik auf den Punkt. In Zeiten leerer Kassen müsse man eben sehen, wie man sich selbst helfen kann: „Es fällt nicht alles vom Himmel.“ Der Religionslehrer im kirchlichen Dienst engagiert sich stark für seine Heimatgemeinde. Unermüdlich knüpft er Kontakte und versucht, Referenten nach Pellworm zu holen. Seine Vision: Aus dem „Momme-Nissen-Gemeindehaus“ ein spirituelles Zentrum mit Leuchtturm- Charakter an der Westküste zu machen - und das für alle Glaubensrichtungen.
Für dieses Jahr steht das Programm. Es ist in drei Themen- Blöcke unterteilt: „Große Frauengestalten in der Kirchengeschichte“, dann „„Religion, Glaube, Lebenshilfe“ und schließlich „Heimat und Welt“ (Termine s. unten). In Vorbereitung ist ein Symposium über drei Tage: „Sterben, Tod und Auferstehung“.
Ein absolutes „Highlight“ erwartet das Publikum im nächsten Jahr. Matthias Hagenhoff ist es nämlich gelungen, als Top- Referenten den Benediktiner- Pater Anselm Grün zu gewinnen.
Kontakt-Gespräch: Matthias Hagenhoff hat Pater Anselm Grün

Der promovierte Theologe ist spiritueller Berater und geistlicher Begleiter vieler deutscher Top- Manager und gehört zu den meist gelesenen christlichen Autoren der Gegenwart. In seinen Kursen und Vorträgen geht der Pater auf die Nöte und Fragen der Menschen ein. Er erzählt aus seiner eigenen Erfahrung, als Mensch und Mönch, und woraus er seine Kraft zieht. Sein Thema auf Pellworm wird sein: „Ars moriendi, die christliche Kunst des Sterbens“.

Vortragsreihen im Momme- Nissen- Haus Pellworm
Vortragsreihe „Große Frauengestalten in der Kirchengeschichte“:
11. August: Hildegard von Bingen - Die Prophetin Deutschlands (Referent: Bernd Gaertner, Diplom- Theologe)

18. August: „Leben und Wirken der Hl. Teresia von Avila“ (Referentin: Eva- Maria Schmitz, Diplom- Theologin) 8. September: „Katharina von Siena (Bernd Gaertner)

Vortragsreihe „Religion, Glaube, Lebenshilfe“:
30. Juni: Meditation - Wege zu sich selbst und zu Gottes DU (Hans Spelters, Diakon)

21. Juli: Das Mandala - Ein Weg zur Stille und zur Mitte (Hans Spelters)

Vortragsreihe „Heimat und Welt“ sowie Kirchengeschichte am Ort:
8. Juli: Nordfr. Inselkirchen, Teil 2: Pellworm, (Monsignore Peter Schmidt- Eppendorf)
6. August: Benedikt Momme Nissen - Maler und Mönch (Schmidt- Eppendorf)
2. September: Theodor Storm (Schmidt- Eppendorf)
19. Mai: Zuhause auf Halligen und Inseln (Sigrid Saxen, Diplom- Geoökologin)
23. Juni: Aus Theodor Storms Werken (Sigrid Saxen)
13. Oktober: Storm- Lesung, Diavortrag und Halligfahrt (Sigrid Saxen)

 

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