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DEFAULT : „Liebe auf den ersten Blick”
05.11.2008 20:14 ( 2411 x gelesen )

Artikel: Neue Kirchenzeitung vom 24.4.2005, Nr. 16, Seite 10

Erzbischof Werner Thissen firmt erstmals auf Pellworm -
von Katja Plümäkers

„Liebe auf den ersten Blick“



Pellworm. Eine Firmung ist auf der Nordseeinsel Pellworm, auf der 70 Katholiken leben, ein besonderes Ereignis. Wenn dann auch noch zum ersten Mal der Erzbischof kommt und dazu die Sonne scheint, muss es ein unvergesslicher Tag für alle Beteiligten werden. Alle 110 Plätze waren besetzt als Erzbischof Werner Thissen Sönje Maximiliane Hagenhoff, Madeline Wischtukat, Michael und Victor Faut im „Momme-Nissen-Haus“ firmte. Firmierung
Neben den Verwandten waren auch Firmlinge und Diakon aus der Kirchengemeinde Nordstrand gekommen, zu der auch Pellworm gehört. Außerdem nahmen viele Mitglieder der evangelischen Gemeinde teil. „Eine große Familie“, so Matthias Hagenhoff, Vater und Mitglied des Fördervereins „Momme-Nissen-Haus“.
 Erzbischof Werner Thissen nahm eine Koptische Ikone aus dem 6./7. Jahrhundert, auf der Christus den Arm um die Schulter von Abt Menas legt, zum Ausgangspunkt seiner Predigt. Der Gedanke ist, daß Christus in all unseren Schwächen, Hoffnungen und Zweifeln den Arm um uns legt wie ein Freund.
Ebenso könnte da –statt Menas- auch jeder Firmling, jeder von uns stehen.
„Christus bietet uns immer wieder seine Freundschaft an. Es liegt an uns, ob wir diese Freundschaft auch annehmen“, so der Erzbischof.
Der Erzbischof war von der familiären Atmosphäre und dem ökumenischen Geist auf Pellworm sehr beeindruckt gewesen.
Am Nachmittag stieg er zum ersten Mal auf einen Leuchtturm und genoss den ungewöhnlichen Blick über den nördlichen Teil des Erzbistums. In der „Alten Kirche“ St. Salvator, dem Wahrzeichen Pellworms, stimmte er spontan ein Lied an. Zum Abschied hat er dem Bürgermeister Jürgen Feddersen versichert, „Pellworm ist Liebe auf den ersten Blick“. „Ich glaube“, so Hagenhoff, „wir haben dem Erzbischof gezeigt, wie viel Herzblut die Menschen hier einsetzen!“
Noch vor einem Jahr war die Lage auf Pellworm ernst. Das „Momme-Nissen-Haus“, Kirche und Gemeindehaus für die katholischen Einwohner und Gäste der Insel, sollte geschlossen werden. Die Gemeindemitglieder und zahlreichen Touristen wollten das „Momme-Nissen-Haus“ jedoch nicht aufgeben. Die Gründung des Fördervereins war die rettende Idee. Heute hat der Verein über 30 Mitglieder, die Finanzierung ist erst einmal gesichert. Außerdem will der Erzbischof in Zukunft wieder nach Pellworm kommen.

 

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