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DEFAULT : Die Quellen des Lebens
05.11.2008 20:39 ( 2541 x gelesen )

Die Quellen des Lebens

Pater Anselm Grün auf Pellworm: Lernen von einem Bestseller- Autor - Pellworm

Husumer Nachrichten vom 3.8.2006



Benediktiner- Pater Anselm Grün

Pater Anselm Grün ist Bestseller- Autor: 300 Bücher hat er verfasst und weltweit 14 Millionen Exemplare verkauft. Der Förderverein für das Momme-Nissen-Haus auf Pellworm hat es geschafft, den prominenten Benediktiner zum ersten Mal in den Norden Deutschlands zu holen. Auf der Insel sprach der Pater vor über 300 Zuhörern. 

Wie ein Gast aus einer anderen Welt wirkt Pater Anselm Grün mit seinem Rauschebart und der schwarzen Benediktinerkutte: Freundlich lächelnd blickt er in die Runde. Einzelnen, die ihn darum bitten, legt er segnend die Hände auf.

Benediktiner- Pater Anselm Grün

Benediktiner- Pater Anselm Grün

Es sind ausdrucksstarke und doch ganz zarte und behutsame Hände. Ohne Pathos unterstreichen sie den Vortrag des bescheidenen Mönchs über die „Quellen, aus denen wir leben“. 
„Wer erschöpft ist, der schöpft aus einer trüben Quelle“ sagt der Pater.

Unzufriedenheit, Zerrissenheit und Burn- out seien die Folgen. Anhand von Beispielen macht er deutlich, wie sehr Menschen sich mit ihrem Perfektionismus unter Druck setzen. Es sei dagegen wichtig, an die klaren Quellen zu gelangen und die eigenen Ressourcen zu aktivieren. Jeder habe dieses klare Wasser in sich, das er auch die Quelle des Heiligen Geistes nennt. „In mir ist etwas Größeres als ich“, sagt Anselm Grün und macht dem überwiegend weiblichen Publikum Mut, in sich hineinzuspüren.

Insel Pellworm

Eine Stunde lang referiert der 61-Jährige frei und anschaulich. Dabei spricht er mit leiser, aber fester Stimme. Er redet wie einer, der reden muss, weil die Menschen ihn brauchen, ganz ohne Eitelkeit und Eigennutz. Dass sein Ansatz Lebenshilfe sein will, macht er mit einem Beispiel deutlich: „Im Konflikt bin ich nicht bei mir, da gehen meine Energien von mir weg. Und schon trage ich zur emotionalen Umweltverschmutzung bei.“ Und er rät, in schwierigen Situationen die Hand auf das eigene Herz zu legen, um den Kontakt zu sich und zu seiner eigenen Quelle wieder zu finden.
Seit 1964 sei er Benediktiner, erzählt Anselm Grün. Im Klosterleben mit seinen Ritualen habe er einen Ort spiritueller Erfahrung gefunden. Sein geregelter Tagesablauf hilft ihm: Er geht konsequent um 23 Uhr schlafen und steht um 4.40 Uhr wieder auf. Die ersten drei Stunden des Tages sind Gebet und Meditation gewidmet. „Rituale helfen“, weiß er aus eigener Erfahrung. „Stille klärt und bringt mich in Berührung mit meiner inneren Quelle“.
Im Anschluss an den Vortrag steht der Pater Rede und Antwort und lässt sich auch durch kritische Nachfragen nicht aus der Ruhe bringen. Er bleibt fest in seiner Loyalität zu seinem Orden und zu seiner Kirche.

 

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