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DEFAULT : Erfolgreiche Arbeit eines Fördervereins
05.11.2008 21:08 ( 2035 x gelesen )

Husumer Nachrichten vom 26. Juli 2007, Seite 23, von Inke Raabe

Erfolgreiche Arbeit eines Fördervereins

Momme-Nissen-Haus bleibt den Katholiken erhalten



Pellworm/

– „Das ist unser Zuhause gewesen“ – mit spürbarer Rührung spricht der Katholik Mathias Hagenhoff von seiner „Kirche“, dem Momme-Nissen-Haus auf Pellworm. Er war 1984 mit seiner Frau hierher gezogen. Der Lehrer und die Krankenschwester fingen ein neues Leben an und wagten den Sprung in die Selbstständigkeit. Hier sind sie getraut worden, ihre Kinder wurden hier getauft und gefirmt. „Die wichtigsten Stationen meines Lebens sind hier gefeiert worden, sagt der Wahl-Pellwormer. „Da hängt mein Herzblut dran.“
Deswegen war es für ihn ein Schock, als die Gemeinde St. Knut auf Nordstrand im Jahr 2004 die Schließung der Außenstelle Momme-Nissen-Haus verkündete. Die Schlüsselzuweisungen waren gesenkt worden. Man sah sich nicht mehr in der Lage, das Haus zu halten. Dabei war das Gebäude erst 1978 zum Gedenken an den Benediktinerpater Momme Nissen, einen konvertierten Maler aus Nordfriesland, eingeweiht worden. In der Kapelle St.-Petrus, die sich dort befindet, hatten regelmäßig Gottesdienste stattgefunden, die zunehmend gut besucht wurden, besonders auch von den Urlaubern auf der Insel. Mathias Hagenhoff und seine Frau wollten die Schließung hinnehmen. Sie gründeten den Förderverein „Freunde des Momme-Nissen-Hauses“ und schafften es innerhalb von vier Monaten, die vom Bistum Osnabrück geforderten 10 000 Euro zu sammeln. Noch heute freut sich Hagenhoff über die ökumenische Solidariät von damals: Da waren Konfessionen auf einmal unwichtig. Auch evangelische Christen setzten sich für den Erhalt des Gotteshauses ein.
Inzwischen hat sich der Verein etabliert und schafft es nicht nur, das Haus zu halten, sondern ist auch zu einem wichtigen Kulturträger für die Insel geworden. Fritz Rau, Veranstalter von Großtourneen, ist zu Gast gewesen und auch Anselm Grün kam und wird in diesem Jahr wieder auf Pellworm sprechen. Für nächstes Jahr hat sogar Wolf Biermann zugesagt. Das sind Großveranstaltungen, bei denen bis zu 350 Menschen erwartet werden „Wir wollen bedeutsame Leute nach Pellworm holen“, sagt Hagenhoff. Hauptsache aber ist und bleibt der Erhalt des Momme-Nissen-Hauses als Gemeindehaus und als katholische Kirche für Einheimische und Gäste.

 

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