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DEFAULT : Priesterjubiläum von Monsignore Peter Schmidt-Eppendorf
22.07.2009 18:36 ( 4587 x gelesen )

Priesterjubiläum von Monsignore Peter Schmidt-Eppendorf

Der „geistliche und geistige Vater“ Peter Schmidt-Eppendorf, „Gründer“ des Momme-Nissen-Haus auf Pellworm, feierte sein Goldenes Priesterjubiläum.

Monsignore Peter Schmidt-Eppendorf





Am 5. Juli 2009 feierte der langjährige Pfarrer der römisch-katholischen Kirchengemeinde von Nordstrand und Pellworm, Monsignore Peter Schmidt, mit einem Festgottesdienst in der Domgemeinde St. Marien in Hamburg sein 50. Priesterjubiläum.

Der am 17.10.1931 in Hamburg-Eppendorf zur Welt gekommene Peter Schmidt (der aufgrund der vielen Schmidts den Künstlernamen „Schmidt-Eppendorf“ wählte), trat 1957 in das Priesterseminar Osnabrück ein und wurde am 29. Juni 1959, dem Fest seines Namenspatrons „Peter“ und Paul, in Reinbek von Weihbischof Rudloff zum Priester geweiht. Von 1959 – 1972 war er Kaplan in Dalum, Voxtrup, Ahrensburg und in Westerland auf Sylt. Danach war er - von 1972 bis zu seiner Pensionierung am 1.10.1999 - 27 Jahre lang Pfarrer der römisch-katholischen Kirchengemeinde St.Knud auf Nordstrand mit der Seelsorgestelle auf Pellworm. In dieser Zeit, am 16. Juli 1978, konnte auch das Momme-Nissen-Haus (mit der Petruskapelle und dem Gemeindehaus) - dank des persönlichen und unermüdlichen Engagements von Peter Schmidt-Eppendorf - mit einem festlichen Gottesdienst unter Leitung von Weihbischof Karl-August Siegel seiner Bestimmung übergeben werden.

1990 wurde er von Papst Johannes Paul II. in den Rang eines Monsignore („päpstlichen Ehrenkaplans“) erhoben. Damit wurde er für sein engagiertes Wirken als hoch angesehener und vertrauenswürdiger Seelsorger gewürdigt. Er war überdies 12 Jahre Dechant und leitete in dieser pastoralen Funktion das Dekanat Flensburg (Verwaltungsbezirk mehrerer Pfarreien) im Auftrag des Bischofs. Zu seinen weiteren Aufgaben zählte unter anderem die Mitarbeit im NDR-Rundfunkrat. 1984 gründete er den Verein für katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein, dessen langjähriger erster Vorsitzender er war. Im Jahr 1998 wurde ihm für seine „herausragenden Verdienste“ von der damaligen Ministerpräsidentin Heide Simonis die Verdienstmedaille des Landes Schleswig-Holstein verliehen.

Auch als Publizist, Buchautor, exzellenter Vortragsredner und Historiker hat sich Peter Schmidt-Eppendorf einen Namen gemacht. „Sylt - Memoiren einer Insel“, erschienen 1977 bei Husum Druck, ist noch immer die spannendste Inselchronik aus kirchlicher Sicht. Über 30 Jahre hielt er mit seiner sonoren und unverwechselbaren Stimme plattdeutsche Morgenandachten im NDR, trat auf beim „Talk op platt“ im NDR-Fernsehen oder begeisterte als Sangesbruder im Shanty-Chor „De Fideelen Nordstrander“.

Nicht unerwähnt dürfen seine zahlreichen, unterhaltsamen und auf humorige Art gestalteten Rezitationsabende zu Theodor Storm, Detlev von Liliencron und Christian Morgenstern auf Pellworm bleiben, ob an Bord der M/S Nordfriesland, in der „Lütt Tee- und Caféstuv op de Hagenhof“, der Nordermühle oder auf dem Liliencronhof. In der von Frau Dr. Ortrud Rubelt herausgegebenen Edition „Inselabende“ sind zwei wunderschöne, empfehlenswerte Hörbücher unter dem Titel „Monsignore Peter Schmidt-Eppendorf liest“ -Detlev von Liliencron und Theodor Storm- veröffentlicht worden.

Es wird für den „goldenen Priesterjubilar“ eine ganz besondere Freude sein, wenn er auf diesem Wege erfährt, dass die Sanierung der 14 sehenswerten Glasfenster im Momme-Nissen-Haus mit dem Ausbau der ersten Fenster durch den Kunstglasermeister Bernhard Loers aus Glückstadt bereits begonnen hat. Der Förderverein „Freunde des Momme-Nissen-Hauses“ wird - in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Detlev Brumm- die komplette Sanierung der von Prof. Franz Griesenbrock künstlerisch gestalteten Fenster fotografisch dokumentieren und auf der Homepage des Vereins veröffentlichen, so dass sich alle Interessierten über den aktuellen Fortgang informieren können. Später sollen ausgewählte Fotos in ein kleines Geschenkbuch über das „Momme-Nissen-Haus und seine Geschichte“ integriert werden. Der Förderverein ist froh und zugleich dankbar mit dem Architekten und Dipl.-Ing. Klaus Dörnen aus Oldenburg in Holstein, einen absoluten Fachmann für die Oberaufsicht der Fenstersanierung im Momme-Nissen-Haus gewonnen zu haben. Herr Dörnen hat sich zuletzt einen Namen gemacht als „Dombaumeister“ des Mariendoms in Hamburg. Aus der 1893 geweihten Pfarrkirche Sankt Marien ist unter seiner Leitung eine eindrucksvolle Kathedrale des 1995 gegründeten Erzbistums Hamburg geworden.

Der Förderverein „Freunde des Momme-Nissen-Hauses“ dankt und gratuliert Monsignore Peter Schmidt-Eppendorf herzlich zu seinem 50. Priesterjubiläum und wünscht ihm weiterhin einen gesegneten und erfüllten (Un-)Ruhestand -geborgen „im Schatten SEINER Flügel“ (Psalm 36.8) - in Hamburg-Heimfeld.



Matthias G. Hagenhoff


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