*
Menu
Menu
DEFAULT : Momme-Nissen-Haus auf Pellworm eingeweiht
05.11.2008 19:14 ( 2200 x gelesen )

Schleswig-Holstein
Kirchenbote 31/32 1978 Seite 17

Momme-Nissen-Haus auf Pellworm eingeweiht

Ehemaliges Bauernhaus wurde Zentrum für Urlauberseelsorge



Das neue katholische Kommunikationszentrum auf Pellworm wurde am 16. Juli von Weihbischof Karl-August Siegel, Hamburg, eingeweiht. Es wurde nach dem nordfriesischen Päpstemaler und Dominikanermönch Momme Nissen benannt.
Das Momme-Nissen-Haus auf Pellworm gehört zur katholischen Kirchengemeinde St. Knud auf Nordstrand.
Mit Hilfe der Kirchengemeinde, des Bonifatiuswerkes in Paderborn und des Bistums Osnabrück wurde der alte Bauernhof für die Zwecke der Urlauberseelsorge umgebaut. Die künstlerische Ausgestaltung lag in den Händen von Professor Franz Griesenbrock aus Vaals (Holland). Als Motiv für das Altarbild wählte Professor Griesenbrock den Apostel Petrus mit den anderen Aposteln in einem Schiff, um so einen Bezug zur hiesigen Insel herzustellen.
In den Fenstern stellt Professor Griesenbrock die Geschichte der alten Insel Strand dar. Drei Fenster im Chorraum haben als Thema die Flut von 1634 mit ihrer 'gewaltigen Zerstörung. Zwei weitere Fenster werden das Thema aufgreifen. In den anderen Fenstern wird an untergegangene Kirchen des alten
musikalische Leitung hatte Dr. Wolfgang Uhl mit seinem Chor von der katholischen Gemeinde Flensburg.
In der Festversammlung in der Pellwormer Freizeithalle überbrach= te der stellv. Kreispräsident Gerhard Krause, Tönning, die Grüße und Glückwünsche des Kreises Nordfriesland, der Amtsvorsteher und Bürgermeister Alfred Dethlefsen für das Amt Pellworm und Pastor Hölzner für die evangelische Kirchengemeinde Pellworm.
Dem Hochamt und der anschließenden Festversamnilung wohnten über 400 Personen bei.
Momme Nissen wurde am 26. 4. 1870 in Deezbüll (Niebüll) geboren. Nach der Schulzeit ging, er nach Weimar, um sich an der Großherzoglich-Sächsischen Künstlerschule als Maler ausbilden zu lassen.
Erste künstlerische Anregungen hatte er erhalten durch seinen On
Das Momme-Nissen-Haus auf Pellworm.
Momme Nissen Julius Langbehn, dem „Rembrandtdeutschen", an, er wird dessen Sekretär. Momme Nissen und Julius Langbehn konvertieren 1902 zum katholischen Glauben.
Momme Nissen erhielt im Jahr 1903 auf eine Empfehlung des Bischofs Keppler- hin den Auftrag, Papst Leo XIII. zu porträtieren; sieben Jahre darauf malte er durch Vermittlung des Kölner Kardinals Fischer Papst Pius X. Im Jahr 1916 trat Momme Nissen in den Dominikanerorden ein, dem er bis zu seinem Tod angehörte.
Momme Nissen sichtete in den er
sten Jahren seines Ordenslebens den geistigen Nachlaß Julius Langbehns. Ab 1922 bereitete er eine autorisierte Neufassung von „Rembrandt als Erzieher" nach Weisungen des Verfassers vor; sie hatte mehrere Auflagen. Im Jahr 1926 folgte die Biographie „Der Rembrandtdeutsche Julius Langbehn"; als Abschluß im Jahr 1930 der „Geist des Ganzen". Später arbeitete er im Institut St. Joseph in Graubünden in der Schweiz an seiner eigenen Biographie: „Meine Seele in der Welt" und „Meine Seele im Reich, Gottes". Momme Nissen starb am 23. Juni 1943 in der Schweiz.

von Wolfgang Schilke


Zurück Druckoptimierte Version Diesen Artikel weiterempfehlen... Druckoptimierte Version
Impressum_bottomleft

     Sitemap   I   Impressum   I   Datenschutz     

Datum

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail