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DEFAULT : Wort des Monats Mai
09.05.2010 12:49 ( 1086 x gelesen )

Wort des Monats Mai 2010

Dem Glück auf der Spur 

Glück - ist das ein üppiges Bankkonto?

Die All-inclusive Reise in die Karibik?

Ein schnelles Auto?

Ein attraktives Auto?



Nichts von alldem. Die französische Schauspielerin Brigitte Bardot hat über sich selbst gesagt; „Ich bin in meinem ganzen Leben nicht glücklich gewesen“. Und sie hatte Schönheit, Geld und Ruhm im Überfluss. Wenn ´s das nicht ist - was dann ?

Glück - das ist die Summe aus vielen kleinen wunderbaren Augenblicken.
Ein Lied, das uns ganz plötzlich berührt. Das erste Eis nach langem Winter. Das leise Frühlingserwachen. Das Glück kann man sehen und hören, schmecken und spüren. Denn Glück ist nichts Abstraktes, man muss sich von ihm nur ergreifen lassen, es im Alltag bemerken. Und doch ist das Glück immer rar, nur ein flüchtiger Augenblick. Hätten wir richtig viel davon, würden wir es gar nicht mehr als Glück wahrnehmen können.

Die Italiener sind beim Glück viel genauer. Sie unterscheiden zwischen dem glücklichen Zufall, la fortuna, und der glücklichen Lebenseinstellung, la felicita. Dem Glück kann keiner auf die Sprünge helfen, der glücklichen Lebenseinstellung schon.

Quelle: Jutta Oster - Statt Schokolade - Alles was sonst noch glücklich macht
Pattloch Verlag



„Ach, wenn ihr doch begreifen wolltet,
ihr alle, dass das Christentum durchaus
wie eine Überforderung erscheint,
was sage ich: dass es eine Überforderung ist,
ein ungerechter Angriff auf unsere Vernunft,
auf unsere Menschenkenntnis,
die wir in harter Erfahrung erworben haben.
Wie kann man Menschen lieben,
wenn man sieht wie sie sind:
geizig, eng, hämisch, betrügerisch, lügenhaft,
hartherzig, feige, voller Mordwünsche, gierig,
schmutzig und dumm, ach so dumm ...
Ja, wie kann man sie lieben,
wenn man schon sich selbst nicht lieben kann,
da man sich kennt in aller eigener Niedertracht.“


Luise Rinser
aus: Die vollkommene Freude



Spuren im Sand

Eines nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herren. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten - Streiflichtern gleich - Bilder aus meinem Leben. Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand. Meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorüber gezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrank, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens. Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: „Mein liebes Kind, ich liebe dich, und werde dich nie alleine lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

Copyright 1964 Margaret Fishback Powers
Copyright der deutschen Übersetzung: 1996 Brunnen Verlag Gießen; www.brunnen-verlag.de


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